Die Industrielle Biotechnologie an der Technischen Universität München

Mehrere Einrichtungen und Strukturen der Technischen Universität München (TU München) beschäftigen sich mit der Industriellen Biotechnologie:


Masterstudiengang "Industrielle Biotechnologie"

Der Studiengang, der Biochemiker und Ingenieure vereint

Wieso die Industrielle Biotechnologie – mitunter auch Weiße Biotechnologie genannt (Definition) – immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist nicht schwer zu erklären: Sie hilft, die Herstellung industrieller Waren und industrielle Prozesse wirtschaftlicher, ressourcenschonender und ökologischer zu gestalten und hat damit das Potential zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zu werden. Da bisher aber nur wenige ausgebildete Fachkräfte auf diesem Gebiet zur Verfügung stehen und sich Forschungsergebnisse aus dem Labor nicht ohne weiteres auf den industriellen Maßstab umsetzen lassen, hat die Technische Universität München dem Bedarf Rechnung getragen und den Studiengang „Industrielle Biotechnologie“ an der Munich School of Engineering ins Leben gerufen.

Der Masterstudiengang „Industrielle Biotechnologie“ der Technischen Universität München wurde zum Wintersemester 2010/2011 zum ersten Mal an der Munich School of Engineering (MSE) angeboten. Er umfasst Gebiete wie die der Molekularbiologie, Biochemie, Mikrobiologie, Prozesstechnik (Verfahrenstechnik) sowie der Bioinformatik und damit das geballte Wissen der neun mitwirkenden Professuren. Der Masterstudiengang der TU München ist bundesweit einmalig und gilt als Vorreiter in Europa. Weitere Details zum Aufbau des Masterstudiengangs „Industrielle Biotechnologie“ finden Sie hier.

Erst kürzlich haben die ersten Studierenden des Masterstudiengangs an der TU München ihr Praktikum im Technikum für Weiße Biotechnologie absolviert:

Die ersten Studierenden des Masterstudiengangs „Industrielle Biotechnologie“ der Munich School of Engineering (MSE) haben dieses Jahr ihr Praktikum an der TU München abgeschlossen.
Die ersten Studierenden des Masterstudiengangs „Industrielle Biotechnologie“ der Munich School of Engineering (MSE) haben dieses Jahr ihr Praktikum an der TU München abgeschlossen.


Das TUM-Technikum für Weiße Biotechnologie

Das Technikum ist eine zentrale technische Einrichtung der Technischen Universität München auf dem Forschungscampus Garching. Es wurde am 23. März 2011 im Rahmen der Veranstaltung „Forum Life Science“ eingeweiht. Vier Millionen Euro investierten die TU München und der Freistaat Bayern in Bau und Grundausstattung dieser, in der internationalen Hochschullandschaft einzigartigen, Anlage. Fermenter mit bis zu 1000 Litern Volumen, Zellaufschluss- und Filtersysteme erlauben die Etablierung neuartiger biologischer Produktionsverfahren und deren Hochskalierung bis in den Pilotmaßstab. In Zusammenarbeit mit industriellen Kooperationspartnern wird so die Basis für einen erfolgreichen Technologietransfer gebildet. Das Technikum ermöglicht TUM-Forschern den Zugang zu neuen Biokatalysatoren und Bioprodukten, und Studenten eine praxisnahe Ausbildung.

Seit Ende 2011 können Universitätsforscher der TUM und ihre industriellen Kooperationspartner im Technikum Biokatalysatoren herstellen oder Bioprodukte im Pilotmaßstab effizient auftrennen und reinigen. Ein Teil der Ausstattung des Technikums ist:

Zu sehen sind o. l. sterilisierbarer Tellerseparator, u. l.: Bioreaktorpark mit 50 L- und 1000 L-Reaktor sowie Medientank, o. r.: Prozess-Chromatographieanlage mit 2 (Chromatographie-)Säulen, u. r.: sterilisierbarer Tellerseperator, Hochdruck Homogenisator, Querstrom Mikro-/Ultrafiltration, begehbarer Abzug. Quelle: Technische Universität München.
Zu sehen sind o. l. sterilisierbarer Tellerseparator, u. l.: Bioreaktorpark mit 50 L- und 1000 L-Reaktor sowie Medientank, o. r.: Prozess-Chromatographieanlage mit 2 (Chromatographie-)Säulen, u. r.: sterilisierbarer Tellerseperator, Hochdruck Homogenisator, Querstrom Mikro-/Ultrafiltration, begehbarer Abzug. Quelle: Technische Universität München.