Die Fakultät für Maschinenwesen an der TU München

Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik

„Chefsache“ ist die Industrielle Biotechnologie für Professor Dirk Weuster-Botz vom Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik schon lange. Im Jahr 2000 nahm er seine Arbeit an der TUM auf und fokussiert seitdem seine wissenschaftliche Arbeit auf die mikrobielle Reaktionstechnik, also die technische Nutzbarmachung mikrobieller Stoffwechselleistungen. Dies umfasst sowohl die Gestaltung neuartiger Bioreaktoren und Reaktorkomponenten, als auch die Entwicklung neuer biokatalytischer Verfahren jeweils auf der Basis detaillierter Kenntnisse der Wechselwirkungen zwischen Biokatalysator und Reaktorumgebung. Neben der Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Substrate für die mikrobielle Herstellung von Chemikalien wird am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik auch vermehrt versucht, Kohlenstoffdioxid direkt mit Hilfe von speziellen Mikroorganismen zur Stoffproduktion zu nutzen. Die große Tragweite einer interdisziplinären und internationalen Vernetzung von Biotechnologen und Ingenieuren wurde hier erkannt und entsprechend umgesetzt. Bereits jetzt arbeiten Ingenieure und Biotechnologen (und in naher Zukunft auch industrielle Biotechnologen) interdisziplinär in einem Team zusammen und kooperieren in vielfältiger Weise mit Partnern sowohl der Pharma- und Chemieindustrie, als auch des Geräte- und Anlagenbaus.

Fachgebiet für Selektive Trenntechnik

Das Fachgebiet für Selektive Trenntechnik von Professorin Sonja Berensmeier widmet sich der Bioproduktaufarbeitung und der Prozessintegration dieser Aufarbeitungsverfahren (Downstream-Processing). Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Synthese und der selektiven Funktionalisierung magnetischer Nano- und Mikroadsorber, sowie deren Separation durch Hochgradienten-Magnetseparation. Aber auch die klassischen Trennverfahren, wie Filtration, Zellaufschluss und präparative Chromatographie kommen hier zur Anwendung. Die Mitarbeiter des Fachgebiets, darunter Chemiker, Chemieingenieure, Biotechnologen und Biologen kooperieren in ihrer Forschung mit wissenschaftlichen und industriellen Partnern.

Fachgebiet für Systembiotechnologie

Das von Professor Andreas Kremling geleitete Fachgebiet für Systembiotechnologie bedient sich systembiologischer Methoden und Verfahren um biotechnologische Fragestellungen aufzuklären. Durch die Kombination von experimentellen Methoden mit mathematisch/theoretischen Ansätzen werden tiefere Einblicke und ein größeres Verständnis von zellulären Prozessen gewonnen. Mit den so erhaltenen Erkenntnissen wird zuerst das Verhalten der Zellen beschrieben, um es dann auch gezielt beeinflussen zu können. Die ausgewählten Modellorganismen sind Pseudomonas putida, Escherichia coli und Halomonas elongata.


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