Synthetische Bio(techno)logie: Von Bioingenieuren und Zellfabriken

 - Auszug aus dem Themendossier von biotechnologie.de -

Synthetische Bio(techno)logie ist ein junger und interdisziplinärer Forschungszweig aus den Lebenswissenschaften, der Ansätze aus der Biologie und der Ingenieurstechnik mit dem Ziel kombiniert, biologische Systeme mit neuen Eigenschaften und Funktionen zu konstruieren. Für viele Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft steht hinter dem Begriff „Synthetische Bio(techno)logie“ die logische Fortentwicklung der molekularen Lebenswissenschaften hin zu einer Ingenieursdisziplin.

Im Zuge technologischer Fortschritte ist dieser neue Forschungszweig entstanden. Wissenschaftler wollen hierbei komplexe biologische Prozesse nicht mehr bloß analysieren, sondern im Labor gezielt entwerfen, nachbauen oder verändern. Wie Ingenieure gehen sie daran, Zellen und biologische Systeme umzuprogrammieren oder von Grund auf neu zu gestalten. Synthetische Bio(techno)logie ist heute im Wesentlichen noch Grundlagenforschung. Allerdings eröffnet sie mittelfristig auch Möglichkeiten für biotechnologische Anwendungen – von Diagnostika, Impfstoffen und Medikamenten über Biosensoren bis hin zu Biokraftstoffen. Das Dossier von biotechnologie.de gibt einen Überblick über aktuelle Konzepte und mögliche Anwendungen, über die gesellschaftliche Debatte und wie sich die Synthetische Bio(techno)logie derzeit fortentwickelt. Mehr unter Themendossier - Synthetische Biologie.